Die Macht der guten Gewohnheiten
Eine persönliche Erfahrung:
Ich war einmal in einer Zeit, in der es mir ziemlich schlecht ging. So schlecht, dass ich nicht einmal in der Lage war, adäquate Körperpflege zu betreiben. Aber ich wusste, ich will etwas ändern. Also habe ich mit dem letzten bisschen übriger Kraft folgende Routine eingeführt: Morgens, komme was wolle, habe ich mir 10 Minuten Zeit genommen, einfach nur um mir ausführlich und genüsslich die Zähne zu putzen. Und folgendes waren die Effekte: Ich hatte nicht nur weißere Zähne und ein besseres Gefühl im Mund sondern ich bin zuverlässiger aufgestanden, konsequenter ins Bett gegangen, hatte mehr und stabiler Zeit für die anderen Dinge des Morgens, bin mit höherem Selbstwert, besserer Stimmung, wacher und aufmerksamer zur Arbeit gegangen und hatte dadurch eine Fröhlichkeit, die bis weit in den Tag hineinstrahlte, die auch meine Begegnungen mit anderen Menschen schöner gemacht hat.
ZÄHNE PUTZEN!
In der grauen Vorzeit der Menschheitsgeschichte waren die Menschen in der Schiffahrt darauf angewiesen, sich an den Sternen zu orientieren. Dabei brauchten sie aber dennoch eine enorme Genauigkeit, weil bei langen Strecken über die Ozeane wenige Grad Abweichung dazu geführt hätten, dass sie ihr Ziel um hunderte Kilometer verfehlen.
Genau so verhält es sich mit deinen Gewohnheiten und deinem Handeln. Eine Verhaltensänderung, die nur sehr klein im Moment wirken mag, wird also über die Monate, Jahre und Jahrzehnte einen gigantischen Unterschied in deiner Lebensqualität machen, mal ganz abgesehen von den Folgeeffekten dieser Veränderung und dem damit verbundenen immer mehr Wachstum.
Deine Übung
Suche dir eine Gewohnheit für den Morgen. 10–15 Minuten, die nur für dich sind und für die du niemand anderen brauchst, sie also absolut immer durchführen kannst. Veranschlage die Zeit für diesen persönlichen Moment auf jeden Fall so großzügig, dass du dabei auf keinen Fall in Stress kommst und ihn in Ruhe genießen kannst.
Was du als Gewohnheit einführst ist egal, Hauptsache, es tut dir gut. Sei es ausgiebig Zähneputzen, einen Kaffee genießen, eine kurze Meditation oder eine Selbstbekräftigung. Mache diese Gewohnheit 3–4 Wochen. Sollte sich für die Gewohnheit in dieser Zeit ein besserer Inhalt finden, kannst du diesen natürlich ändern. Hauptsache, die qualitative Zeit für dich bleibt als Routine bestehen.
Das Wichtigste daran ist, dass sie ein Fixpunkt deines Morgens ist. Selbst, wenn du sonst wirklich gar nichts an diesem Morgen oder gar dem gesamten Tag schaffst und oder richtig schlechte Laune und auf nichts Lust hast: Diese Routine ziehst du durch.
Reflektiere über die Zeit, inwiefern diese Routine deinen Tag beeinflusst. Vorher – Nachher, während du die Routine machst. Dafür reicht es, wenn du dir nur einen Moment nimmst, die Veränderung bewusst und aktiv wahrzunehmen.
Wie ist es dir damit ergangen?
Teile deine Erfahrung.
Rückmeldungen
Noch keine Rückmeldungen — sei die/der Erste.